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Auf dieser Seite werden in regelmäßigen Abständen aktuelle und interessante Informationen zu Themen aus Medizin und Gesundheit eingestellt.

Schauen Sie deshalb öfters mal hier vorbei!



Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit!


Ihr Heilpraktiker
Andreas Walbrunn



Bitte beachten Sie auch die Veranstaltungshinweise!





40 Prozent aller Krebserkrankungen vermeidbar!

London – Etwa 40 Prozent aller Krebser­krankungen lassen sich auf einen ungesunden Lebensstil oder Umweltfaktoren zurückführen, rechnen Epidemiologen der Stiftung Cancer Research UK in einem Supplement des British Journal of Cancer vor. Allein ein Drittel aller Krebserkrankungen würden durch Rauchen, ungesunde Ernährung, Alkohol und Übergewicht verursacht.

Auf 91 Seiten hat das Team um Max Parkin von der Universität London die Daten epidemiologischer Studien zusammengetragen und die attributablen Risiken errechnet. Sie geben den Anteil der Erkrankungen an, der auf bestimmte Risikofaktoren zurückzuführen ist. In einer Infografik hat Cancer Research UK die Ergebnisse zusammengefasst.

Danach ist Tabak der mit Abstand größte Krebsverursacher, auch wenn der Anteil der Raucher in Großbritannien zurückgegangen ist. Aber noch immer rauchen 22 Prozent der Erwachsenen, was nicht nur Lungenkrebs zur Folge haben kann.

Tabak ist auch der führende Risikofaktor für Blasenkrebs, Ösophaguskarzinom, Pankreaskarzinom und Kopfhalstumore. Auch beim Kolorektalkarzinom erklärt er einen nicht geringen Anteil der Krebserkrankungen. Insgesamt lassen sich 23 Prozent aller Krebserkrankungen bei Männern und 15,6 Prozent aller Krebserkrankungen bei Frauen auf die aktive oder passive Exposition mit Tabakrauch und seinen zahllosen Karzinogenen zurückführen.

An zweiter Stelle folgt laut Cancer Research UK bereits ein häufiger Ernährungsfehler: Der Mangel an Obst und Gemüse ist laut Cancer Research UK für 6,1 Prozent aller Krebserkrankungen beim Mann und für 6,9 Prozent aller Krebserkrankungen bei der Frau verantwortlich.

An dritter Stelle stehen Krebsrisiken am Arbeitsplatz (wie beispielsweise die Exposition mit Asbest). Der Anteil beträgt laut Cancer Research UK bei Männern 4,9 Prozent und bei Frauen 3,7 Prozent. Platz vier nimmt der Alkoholkonsum ein (4,6 Prozent bei Männern und 3,6 Prozent bei Frauen), gefolgt von Übergewicht und Fettleibigkeit (4,1 Prozent bei Männern und 3,4 Prozent bei Frauen).

Die exzessive Lichtexposition und Sonnenstudios sind laut Cancer Research UK für 3,5 Prozent der Krebserkrankungen bei Männern und 3,3 Prozent der Krebserkrankungen bei Frauen verantwortlich (Platz 6). Die Plätze 7 bis 14 belegen Infektionen (HPV, Hepatitis B und C), der Verzehr roten Fleisches, radioaktive Strahlung (Medizin, Flugreisen), eine ballaststoffarme Kost, Bewegungsmangel, der Verzicht auf das Stillen, Salz und die Hormonersatztherapie ein.
© rme/aerzteblatt.de

Quelle: Newsletter Deutsches Ärzteblatt vom 07.12.2011
            http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48343/


Erkältungen: Pflanzliche Arzneimittel sinnvoller als Antibiotika

Die schönen Tage sind vorbei und es wird ab sofort wieder geschnäuzt und gehustet. Mehr als 80 Prozent der akuten Atemwegsinfektionen in der kalten Jahreszeit werden durch Viren verursacht, gegen die Antibiotika völlig wirkungslos sind. Besser helfen den Betroffenen daher pflanzliche Medikamente. Wie wissenschaftliche Studien gezeigt haben, lindern sie nicht nur die Beschwerden, sondern bekämpfen oft auch die Erreger.
 
Statistisch gesehen erkrankt jeder Erwachsene durchschnittlich drei- bis viermal pro Jahr an einem akuten Atemwegsinfekt, Kinder infizieren sich noch häufiger.
Rund jeder zweite Arzt verordnet dann ein Antibiotikum. Das sei ausgesprochen problematisch, kritisiert Professor Dr. Dr. André Gessner. „Die Risiken einer ungezielten Antibiotikatherapie bestehen vor allem in möglichen allergischen Reaktionen und in Störungen der physiologischen Bakterienflora – und zwar nicht nur des Darmes, sondern auch des Nasen-Rachen-Raumes. Es kann zu Verschiebungen der normalen Bakterienflora zugunsten pathogener Keime kommen, mit der Folge, dass die Neigung zu wiederholten Infekten durch die antibiotische Therapie selbst sogar gesteigert wird“, warnt der Erlanger Immunologe. Gründliche Cochrane-Analysen haben zudem keinerlei Beschleunigung des Heilungsverlaufs durch Antibiotika bestätigen können.
Besonders bedenklich sei aber, dass Erreger durch einen wiederholten Einsatz von Antibiotika Resistenzen bilden. Wird dann irgendwann tatsächlich ein Antibiotikum benötigt, hilft es möglicherweise nicht mehr.
 
Anstelle von Antibiotika sollten erkältete Patienten mit wissenschaftlich gut erforschten und verträglichen Phytopharmaka behandelt werden. Viele pflanzliche Extrakte haben eine breite Wirksamkeit sowohl gegen virale, als auch gegen bakterielle Erreger von Atemwegsinfektionen.

 > Virushemmend wirken z.B. Extrakte aus Thymiankraut und Cineol.
 > Antibakterielle Effekte weisen z.B. Extrakte aus Ampferkraut, Pelargoniumwurzel und Meerrettich auf.
 > Entzündungshemmend sind z.B. Extrakte aus Kamillenblüten, Primelblüten und -wurzeln oder Schafgarbenkraut.
 > Fiebersenkende und schmerzlindernde Wirkungen haben z.B. Zubereitungen aus Weidenrinde oder Capsaicin.
 > Schleimlösend wirken z.B. die ätherischen Öle verschiedener Arzneipflanzen sowie Extrakte aus Efeublättern, Enzianwurzel oder Thymiankraut.
 > Die Immunabwehr kann zusätzlich z.B. durch Extrakte aus Echinacea, Eibischwurzel, Kamillenblüten oder Eisenkraut gestärkt werden.

Quelle: KFN 10/09 – 06.10.09

Weitere Informationen zu Phytotherapie finden Sie unter
www.phytotherapie-komitee.de

KFN ist eine gemeinnützige Einrichtung zur Förderung der Naturmedizin-Forschung


Alkohol
Feierabendbier schadet nicht

Dass Alkohol - in Maßen (!) genossen - nicht zu gesundheitlichen Problemen führen muss, ist nichts Neues. Wer das Feierabendbier "missgönnt", muss zumindest mit wissenschaftlicher Kritik rechnen.
„Ein Glas Bier oder Wein am Tag beugt vielen Leiden des Alters vor“, erklärt der münstersche Epidemiologie-Professor Dr. Ulrich Keil: „Studien der letzten 30 Jahre haben gezeigt, dass Menschen mit moderatem Alkoholkonsum ein geringeres Risiko für koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Diabetes, Demenz und Osteoporose haben als Menschen, die vollständig verzichten.“
Keil gehört dem International Scientific Forum on Alcohol Research an, das jetzt kritisch auf einen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert hat. Alkoholmissbrauch habe zwar massive gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen, allerdings konzentriere sich der Bericht fast ausschließlich auf die negativen Effekte. „Die WHO verteufelt den Alkoholkonsum geradezu“, so Keil. „Dabei führen 10 bis 30 Gramm Alkohol pro Tag nicht nur zu einer verbesserten Lage des Herz-Kreislauf-Systems, sondern zu einer höheren Lebenserwartung insgesamt.“

Quelle: BDH - Bund Deutscher Heilpraktiker, Westfälische Wilhelms-Universität Münster


Frühjahrszeit: Heuschnupfen und Allergien

Immer mehr Menschen werden, sobald endlich der viel zu lange Winter vorbei ist, von heftigen Niesattacken, tränenden roten Augen und Reizhusten geplagt, was einem schon die eigentlich schönste Zeit des Jahres ziemlich verleiden kann.
Die Schulmedizin hält für diese Menschen eine kaum überschaubare Anzahl an Arzneimitteln bereit, die jedoch meistens kaum eine ernst zu nehmende Wirksamkeit haben, dafür jedoch ein vielfaches an zusätzlichen Nebenwirkungen, wie Müdigkeit, Juckreiz, trockene Haut, Depressionen, Gewichtszunahme und nicht zu letzt wird auch noch die aktive Teilnahme am Straßenverkehr stark eingeschränkt!
Eine sogenannte Desensibilisierung ist auch keine echte Alternative, denn erstens dauert sie viele Jahre bis sie überhaupt anschlägt und zweitens liegt die Erfolgsquote gerade mal bei 50 %.

Die Naturheilkunde bietet hier wieder einmal mehr eine echte Alternative!

Homöopathische oder spagyrische Heilmittel (Arzneimittel nach alchymistischer Tradition) können die Beschwerden in kürzester Zeit drastisch lindern und sehr oft auch vollständig ausheilen.
Da sie nicht nur gegen ein paar bestimmte, von der Pharmaindustrie ausgewählte Allergene vorgehen, wie es bei der schulmedizinischen Desensibilisierung gemacht wird, sondern das gesamte fehlgeleitete Immunsystem wieder ins Lot bringen und anschließend stabilisieren, wirken diese Therapien auch bei all den Allergenen, welche bei der Schulmedizinischen Therapie unter den Tisch fallen und weiterhin untherapiert bestehen bleiben.
Auch die bekannten Nebenwirkungen der Allergietabletten und Cortisonsprays, mit denen nur die natürliche Reaktion des fehlgeleiteten Immunsystems auf einen potentiellen Angreifer unterdrückt wird, statt daß ein echter ursächlicher Versuch einer Heilung unternommen wird, treten bei diesen - im übrigen auch sehr preiswerten - Naturheilmitteln nicht auf, da sie nicht unterdrückend sondern ausschließlich die Fehlfunktion regulierend und so auch dauerhaft ausheilend wirken.



Vorfrühling - Zeit des Neubeginns
!

Nutzen Sie jetzt die Zeit des Vorfrühlings um in Ihren Körper endlich wieder neuen Schwung zu bringen!

In der Zeit von Februar bis März sind unsere Vitamin-D-Spiegel durch den langen, sonnenarmen Winter am niedrigsten, was sowohl zu einer stark erhöhten Infektanfälligkeit als auch zu einer ausgeprägten lustlosen Stimmungslage, der sogenannten Winterdepression, führt.

Bringen Sie jetzt wieder Schwung in Ihr Leben!

Jetzt kommt die Zeit der ersten Frühlingsboten, wie den allseits sehr beliebten Schneeglöckchen, die unsere ausgehungerten Seelen nun mit ihren frischen Farben erfreuen, oder dem Bärlauch, der mit seiner unbändigen Vitalität und Expansionskraft sowohl die Wälder schlagartig in einen grünen Teppich zu verwandeln vermag, als auch genauso kräftig unseren Stoffwechsel wieder in Schwung bringt und so für eine starke Entgiftung und Ausleitung der über den Winter angesammelten Schlacken sorgt und gleichzeitig unseren Körper endlich wieder mit frischen Vitalstoffen versorgt.

Sehr bald werden nun auch die Blut neu bildenden Brennesseln nachfolgen, oder die Nieren anregenden Birken und viele andere, mehr oder weniger bekannte, aber dennoch nicht minder kräftige und wertvolle Wildkräuter, wie Gundermann, Löwenzahn oder Storchschnabel.

Denken Sie daran, daß auch die richtige Wahl der Mondphasen einen großen Einfluß auf die Tätigkeit unserer Organe und Funktionskreisläufe hat, eben genau wie der Mond auch auf alle anderen Erscheinungen der Natur einwirkt.

Nutzen Sie die Möglichkeiten einer professionellen Unterstützung zur effektiven Regeneration und kräftigung ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Vitalität!



Neue Erkältungswelle - Halten Sie dagegen!

Starke Abwehrkräfte bieten Schutz und sorgen für mildere Verläufe

Deutschland wird alljährlich im Winter von einer neuen Erkältungs- und Grippe-Welle überschwemmt. Den besten Schutz dagegen bietet ein intaktes Immunsystem.

Die Kette reißt am schwächsten Glied

Am Immunsystem sind eine Vielzahl von Organsystemen beteiligt.
Die wichtigsten sind die Schleimhäute in Nase und Rachen, die Darmflora, das Knochenmark, die Milz, die Leber, das Lymphsystem und bei Kindern auch verstärkt die Thymusdrüse.
Dabei gilt der Grundsatz „Die Kette reißt am schwächsten Glied“. Das heißt: Damit das Immunsystem funktioniert, müssen ALLE Mitstreiter des Immunsystem optimal arbeiten können.
Entscheidende Voraussetzung dafür: Ein reibungsloser Stoffwechsel und damit untrennbar verbunden die Zufuhr aller wichtigen Nähr- und Vitalstoffe.

Warum ein natürliches Vitalstoffpräparat aus Obst, Gemüse, Kräutern, milchsauer vergorenen Säften und Pflanzenölen besonders gut fürs Immunsystem ist

Ein natürliches und optimal abgestimmtes Vitalstoffgemisch bietet die perfekte Basisversorgung mit allen Nährstoffen für alle Stoffwechselvorgänge und alle Organsysteme.
Zusätzlich zu dieser grundlegenden Stärkung des gesamten Stoffwechsels gibt es zwei weitere Hauptgründe für den großen Nutzen für unser Immunsystem:

1) Der natürliche Antioxidantien-Mix kann überschüssige freie Radikale neutralisieren und sorgt so für eine Entlastung des Immunsystems. Es nutzt dabei den verstärkenden Effekt des natürlichen Zusammenspiels von Vitamin E, Vitamin C, Selen, sekundären Pflanzenstoffen und weiteren Vitalstoffen, die sich gegenseitig unterstützen und sich sogar noch recyceln und somit mehrfach einsetzbar werden.

2) Es enthält neben den Antioxidanzien auch alle anderen wichtigen Vitalstoffe. Diese greifen an den unterschiedlichsten Stellen des Stoffwechsels ein und stärken dabei alle wichtigen Funktionen des Immunsystems. Zudem pflegen milchsauer vergorene Gemüsesäfte die Darmflora und sorgen so auch im Darm, dem eigentlichen Zentrum des Immunsystems, für optimale Voraussetzungen.

Mildere Verläufe durch natürliche Vitalstoffe

Wer sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen angesteckt hat, kann den Verlauf durch eine gute Vitalstoffversorgung deutlich verkürzen und abmildern. Denn die Vitalstoffspiegel sind während einer Erkältung meist extrem niedrig (z. B. nimmt das Vitamin C um mehr als die Hälfte ab). Das kann ausgeglichen werden. Ebenso kann der bei Infekten verstärkt auftretende oxidative Stress reduziert werden. Auch können die Folgen und unerwünschten Nebenwirkungen von Medikamenten wie Antibiotika oder der Grippe-Impfung mit natürlichen Vitalstoffen abgemildert und schneller beseitigt werden, wenn man meint partout nicht auf schädliche Chemie-Keulen verzichten zu wollen.

Infekte (und deren Folgen) mit natürlichen Vitalstoffen abmildern

Eine Erkältung dauert mit Arzt sieben Tage und ohne eine Woche???
FALSCH.
Vitalstoffe können den Verlauf von Infekten deutlich verkürzen und mildern.

Die jährlich im Winter über Deutschland ziehende Erkältungs- und Grippe- Welle wird auch heuer wieder hierzulande eintreffen.
Denken Sie jetzt an die Möglichkeiten der Vitalstoffmedizin!
Der Einsatz natürlicher Vitalstoffe verbessert die Regeneration während eines Infektes, beseitigt typische Folgen von Viruserkrankungen (z. B. chronische Müdigkeit) und mildert ggf. die Folgen von Medikamenten (z. B. Antibiotika) ab.

Unsere Praxis-Empfehlung während und nach akuten Infekten:

2-3 mal täglich ein hochwertiges natürliches Vitalstoffpräparat aus viel frischem Obst, Gemüse, Kräutern, milchsauer vergorenen Säften und kaltgepressten Pflanzenölen.
Je nach Bedarf als einziges Präparat oder auch begleitend zu anderen Maßnahmen.

Gesunkene Vitalstoffspiegel ausgleichen

Der Einsatz von komplexen Vitalstoffgemischen ist in mehrerlei Hinsicht sinnvoll. Man erreicht so bereits die zu Beginn einer Infektion empfohlenen 900 mg Vitamin C*. Zudem wird der Organismus mit der gesamten Palette sekundärer Pflanzenstoffe versorgt. Diese weisen selbst hohe antioxidative Fähigkeiten auf und verstärken gleichzeitig das Potenzial von Vitamin C um ein Vielfaches.
Auch die Versorgung mit allen anderen antioxidativ aktiven Vitaminen und nicht zuletzt mit Zink und Selen ist damit gesichert. Dass diese Vitalstoffkombination so wirksam ist, lässt sich nicht zuletzt mit dem bis auf unter 50 % niedrigeren Vitamin-C-Spiegel während Infekten und dem
gleichzeitig stark erhöhten oxidativen Stress v.a. bei viralen Infektionen erklären.

Positive Erfahrungslage gibt uns Recht

Nicht zuletzt unterstreicht die Erfahrungslage den enormen Einfluss von komplexen Vitalstoffgemischen auf den Verlauf von Infekten. Und immer wieder berichten Anwender über mildere Verläufe, wenn es zu einem Infekt gekommen ist.

Vorbeugen ist besser als heilen!

Eine rechtzeitige und optimale Vitalstoffzufuhr ist wichtig, um Erkältungen abzuwehren.


Schweinegrippe, Grippe und chronische Erkrankungen

Was die sog. Schweinegrippe angeht wissen wir, dass junge Erwachsene mit Vorerkrankungen (also Immungeschwächte!) die meisten der Todesopfer verursachen.
Die Stärkung der Immunabwehr und häufiges Händewaschen sind also oberste Priorität zur Vermeidung einer Ansteckung und zur Verhinderung schwerwiegender Verläufe.

Wie stärke ich mein Immunsystem?

Genügend Schlaf und eine gute, biologische Vollwerternährung mit viel Obst und Gemüse aus der Region kommen an erster Stelle!
Ein hochwertiges Vitalstoffpräparat als Komposition aus verschiedenen Kräutern, Obst, Gemüse und anderen in der Natur vorkommenden Vitalstoffen eignet sich wie kaum etwas anderes zur Basisversorgung des Immunsystems. Im Optimalfall sind Antioxidantien, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Spurenelemente in einer exzellent resorbierbaren dicken Flüssigkeit zusammengefügt und stehen dem Organismus, ja jeder Zelle, optimal zur Verfügung.
Wissenschaftlich belegt ist die Tatsache, dass der Totale-Antioxidantien-Status (TAS) im Blut nach der Einnahme von natürlichen Vitalstoffen deutlich höher ist als nur mit einer normalen Ernährung. Die Höhe des TAS gibt vor allem Aufschluss über die Leistungsfähigkeit des Immunsystems.
Das Immunsystem hängt natürlich auch von vielen anderen Faktoren ab! Wer sich regelmäßig bewegt, mit sich und seinem Leben zufrieden ist und weiß Stress zu begegnen, hat sehr gute Voraussetzungen gesund zu bleiben. Belastend für das Immunsystem können auch manche Medikamente sein. Stress, Alkohol, Tabakrauch, Nikotin, Allergien und chronische Krankheiten sowieso.

Vergessen wir nicht, dass Antioxidantien nur etwa 5-6 Stunden lang ihre Wirkung im Körper entfalten und wir durch die zwei- bis dreimalige Gabe einen konstanten hohen TAS über 24 Stunden aufrechterhalten können. Dieses ist auch bei einer Grippeerkrankung sehr sinnvoll.


Wenig Sonne auf der Haut, wenig Vitamin D im Körper

Vitamin D ist das einzige der 13 bekannten Vitamine, das man nicht nur essen kann. Der Körper stellt etwa 80 % selbst her. Dazu brauchen wir aber die Sonne. Deren Strahlen lassen es in der Haut entstehen. Von dort aus verteilt es sich überallhin, wo es gebraucht wird. Gebraucht wird es vor allem für gesunde und stabile Knochen, Muskeln und Zähne, aber auch für das
Immunsystem, für eine normale Schilddrüsenfunktion, für geistige Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit und für vieles mehr.

Im Winter nur halb so viel Vitamin D

Untersuchungen der internationalen Osteoporose-Gesellschaft zeigten nun, dass die Vitamin-D-Versorgung in Herbst und Winter in Europa vielmals sehr schlecht ist. Es wurde festgestellt, dass der Vitamin-D-Spiegel zwischen Oktober und März nur halb so hoch ist, wie in den Sommermonaten. Betroffen waren alle Altersgruppen, auffällig oft waren es Jugendliche und Senioren. Letztere können durch die mit zunehmender Lebenszeit dünner werdende Haut nicht mehr so viel Vitamin D produzieren.

Stubenhocken ist genetisch nicht vorgesehen

Wie kann das sein? Der Grund dafür in unseren Genen zu finden. Unsere steinzeitlichen Urahnen verbrachten täglich viele Stunden im Freien, auch in Herbst und Winter. Hände und Gesicht waren dabei meist frei, das war ausreichend für eine umfassende Vitamin-D-Versorgung. Darauf baut unsere genetische Programmierung seit Jahrmillionen auf. Doch seit wenigen Jahrzehnten verbringen wir unsere Zeit zunehmend in geschlossenen Räumen. Sowohl in der Freizeit als auch im Arbeitsleben sind wir zu einem „Stubenhockervolk“ geworden.

Wie verbessere ich die Vitamin-D-Aufnahme?

Das wichtigste ist, regelmäßig Sonne auf die Haut zu lassen. Im Sommer reichen schon 15-30 Minuten am Tag. In den kalten Monaten kann man nur raten: so lange und so oft wie möglich! Denn oft ist nur noch unser Gesicht frei, dadurch steht deutlich weniger Hautfläche zur Verfügung als im Sommer. Tipp: Ziehen Sie, solange Sie nicht dabei frieren, auch die Handschuhe aus. Außerdem kann man auch viel mit der Ernährung tun. Die Liste der Vitamin-D-reichen Lebensmitteln ist zwar nicht sehr lang, trotzdem muss es nicht unbedingt Lebertran sein. 1-2 mal pro Woche Fisch sollte es aber schon sein, vor allem fettreicher Fisch. Kein Lebensmittel enthält mehr Vitamin D als Hering, Makrele, Aal, Lachs und Co. Gute Lieferanten sind auch noch Eier (v. a. Eigelb) und Pilze.
Natürlich sollte bei allen Nahrungsmitteln immer auf bestmögliche Qualität und möglichst biologische Herkunft geachtet werden! Denn wo nichts gesundes drin ist, kann auch keine gesundheitsfördernde Wirkung erwartet werden.

Was kann ein natürliches Vitalstoffelixir aus frischem Obst und Gemüse beitragen?

Mit einem Gehalt von 2 Mikrogramm decken 10 ml eines guten Vitalstoff-Konzentrats (ca. ein Esslöffel) bereits 40 % des täglichen Bedarfs. Die Dosis entspricht in etwa 100 g Pfifferlingen oder einem großen Ei, ca. 25 g Hering oder 50 g Makrele. Abgesehen vom Vitamin D werden für die Monate von Oktober bis März gerne die doppelte Dosis täglich empfohlen. Damit wären bereits 80 % des Vitamin-D-Bedarfs gedeckt.
Auch Vitalstoffpräparate bester Qualität sollen eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung und Lebensweise aber niemals ersetzen. Essen Sie deshalb wenn möglich 1-2 mal pro Woche Fisch oder regelmäßig Eier oder Pilze. Und gehen Sie vor allem regelmäßig raus in die Sonne und in die frische Luft. Das ist nicht nur für Ihren Vitamin-D-Spiegel gut, sondern auch für das Immunsystem und natürlich auch für Ihre Lebensgeister.


Das Immunsystem - was es stärkt, was es schwächt:

Das schwächt Ihr Immunsystem ( – ):

Lebensweise:

( – ) Stress, zu wenig Entspannungsphasen
( – ) Nikotin (auch Passivrauchen)
( – ) übermässiger Alkoholgenuss
( – ) Schlafmangel (regelmäßig weniger als 7 Stunden pro Tag)

Umweltfaktoren & Raumklima:

( – ) Trockene Heizungsluft (Gegenmaßnahme: Luftbefeuchter, feuchte Tücher, Duftlampen etc.)
( – ) Unbelüftete Räume (Gegenmaßnahme: regelmäßig Stosslüften)
( – ) Wand-Schimmel, Lackabdampfungen
( – ) Feinstaub (wenn möglich: Viel befahrene Straßen mit Fahrrad oder zu Fuß umgehen)

Weitere Faktoren:

( – ) Alter (das Immunsystem wird naturgemäß mit zunehmendem Alter schwächer)
( – ) Übergewicht
( – ) Medikamenteneinnahme


Das stärkt Ihr Immunsystem ( + ):

Lebensweise:

( + ) Regelmäßige Bewegung (Sport, Walking, Spaziergänge etc.)
( + ) Täglicher Aufenthalt an der frischen Luft
( + ) Regelmäßige Entspannung, mit sich selbst ins Reine kommen

Ernährung:

( + ) Essen Sie abwechslungsreich & bunt, mit allen Vitalstoffen, Ballaststoffen
( + ) Verwenden Sie wenig, dafür hochwertiges Fett (kaltgepresste Pflanzenöle), wenig Zucker
( + ) Täglich 2 Liter trinken (optimal: Wasser, Kräuter- und Früchtetee haben keine Kalorien)
( ++ ) Täglich 1-2 mal ein hochwertiges natürliches Vitalstoffkonzentrat aus frischem Obst, Gemüse, Kräutern, milchsauer vergorenen Säften und kaltgepressten Pflanzenölen
 
Sonstiges:

( + ) Abhärten mit kalten Wadengüssen nach Dusche oder Bad
( + ) Saunagänge
( + ) Kurz barfuß im Freien laufen oder ein paar Sekunden barfuß durch den Schnee wecken die Lebensgeister und härten ab.
( + ) Auch kurze Aufenthalte im Freien (Gang zum Briefkasten, zum Bäcker um die Ecke etc.) ohne Jacke härten ab.



Diabetesvorsorge mit Antipasti

Mediterrane Gerichte wecken nicht nur Urlaubserinnerungen, sondern schützen auch vor Diabetes mellitus Typ 2, wie spanische Wissenschaftler jetzt berichten.
Mediterrane Speisen erfreuen sich auch in deutschen Küchen immer größerer Beliebtheit. Doch die sonnigen Gerichte können noch mehr, als nur an den letzten Mittelmeerurlaub erinnern.
Diese schützen auch deutlich besser vor der Entwicklung von ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten als eine fettarme Ernährung, wie eine Studie aus Spanien nun belegt.
Diese teilte 418 nicht-diabetische Teilnehmer einer großen Ernährungsstudie in drei Gruppen ein. Zwei dieser Gruppen ernährten sich vier Jahre lang mediterran, wobei die einen nach Lust und Laune Nüsse verspeisten, die anderen uneingeschränkt Olivenöl verwenden durften.
Die dritte Gruppe wurde angehalten eine - wie auch hierzulande gerne zur Diabetes-vorbeugung empfohlene - fettarme Kost einzuhalten.
Bis zum Ende der vierjährigen Studie erkrankten in der fettarm ernährten Gruppe 18 Prozent der Teilnehmer, unter mediterraner Kost trotz der höheren Fettzufuhr durch Olivenöl und Nüsse nur zehn beziehungsweise elf Prozent. Auch im Hinblick auf das Diabetesrisiko punktete die mediterrane Ernährungsform. Dieses war hier nur halb so hoch wie unter fettarmer Kost (1).
Wer dem Diabetes mit der südländischen Küche vorbeugen möchte, sollte von der typischen Vorstellung von Pizza und Pasta allerdings Abstand nehmen. Diese Produkte enthalten vor allem viel dickmachende und vor allem für Diabetiker ungesunde Kohlehydrate aus ausgemahlenem, weißen Mehl.
Die sogenannte mediterrane Diät, wie sie auch in der Studie empfohlen wurde, besteht aus viel frischem Gemüse, Obst, Fisch, Nüssen sowie einem sparsamen Verzehr von Schweine- und Rindfleisch.
Stark verarbeitete und mit vielen ungesunden, billigen Zusatzstoffen angereicherte Lebensmittel wie Wurst, Fertiggerichte und Instantprodukte kommen hier nie oder nur sehr selten auf den Tisch.
Neben Olivenöl kann jedoch auch jedes andere hochwertige Pflanzenöl mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie z. B. Hanf-, Raps- oder Walnussöl zum Einsatz kommen.
Ebenso sollte Fleisch möglichst nur aus Betrieben mit biologischer Aufzucht stammen, da dieses unter anderem auch durch einen wesentlich höheren Omega-3-Fettsäurengehalt hervorsticht.

Quelle: FET e.v.
Redaktion: Christine Langer
Quelle: 1) Salas-Salvadó J et al.: Reduction in the Incidence of Type 2-Diabetes with the Mediterranean Diet: Results of the
PREDIMED-Reus Nutrition Intervention Randomized Trial. Diabetes Care: 2010 [Epub ahead of print]
Zeichen: 2139

Kontakt:
Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V.
An den Frauenbrüdern 2, 52064 Aachen
Tel.: 0241 - 559 10 569
Fax: 0241 - 559 10 570
E-Mail: presse@fet-ev.eu
URL: http://www.fet-ev.eu



Frühjahrszeit: Entgiftungszeit!

Die Zeit des Frühlings ist traditionell die Zeit um den Körper zu entschlacken und zu reinigen.
Es ist die Zeit in der die gesamte Natur unter dem Einfluß der an neuer Kraft gewinnenden Sonne aus der Winterstarre erwacht. Der Kreislauf kommt wieder in Schwung und auch die Pflanzen beginnen zu sprießen, insbesondere die jetzt besonders kraftvollen Entgiftungspflanzen!


Frühjahrszeit: Heuschnupfenzeit!

2010 ist wieder ein sogenanntes "Mastjahr" für die Birke, das bedeutet einen wesentlich stärkeren Pollenflug als wie in anderen Jahren!

Eine erfolgreiche Heuschnupfenbehandlung sollte am Besten bereits einige Wochen bevor es zum ersten Kontakt mit den Pollen kommt begonnen werden, um bereits frühzeitig eine bestmögliche Resistenz gegen die anstehende Flutwelle aufbauen zu können.
Noch besser wäre es natürlich, wenn davor noch eine Entgiftungskur erfolgen würde, um den Körper zusätzlich von seinen angesammelten Giftstoffen zu entlasten.
Eine Entgiftung, auch ohne weitere Therapiemaßnahmen, bewirkt bereits eine deutliche Besserung der Allergie!

Wenn man mal wieder zu spät dran war, um sich Gedanken über seine eigene Gesundheit, respektive die bevorstehende Heuschnupfensaison zu machen und nun meint, den Kräften der Natur in Form mikroskopisch kleiner Kraftpakete abermals hilflos ausgeliefert zu sein, braucht jedoch nicht auf eine gute Therapie seiner Beschwerden zu verzichten!
Es ist selbstverständlich jederzeit möglich auch im stärksten Krankheitsschub eine adäquate und gut verträgliche Therapie gegen die Pollenallergie zu beginnen.


Was tun bei Erkältung und Grippe?


Prophylaxemaßnahmen:
Regelmäßiges Händewaschen und Hustenetikette einhalten!

Man beachte:
Viren, Bakterien, Parasiten und Pilze können aufgrund der vielseitigen und sich ergänzenden Abwehrmechanismen aus Heilpflanzen keine wirksamen Resistenzen gegen pflanzliche oder homöopathische Arzneimittel entwickeln!

Aber auch hier gilt:
Nur sehr gute Qualität und die individuell richtige Dosierung bringen eine schnelle und zuverlässige Heilung!




Hierzu hat das Komitte Forschung Naturheilkunde (KFN) eine interessante Pressemeldung herausgebracht:


Pflanzenmedizin – auch bei Schweinegrippe eine nützliche Therapieoption
 
(KFN) Zwischen Oktober und März sind die Wartezimmer voll von Patienten, die sich dem Arzt gleich mit ihrer eigenen Diagnose vorstellen: „Herr Doktor, ich habe die Grippe“. Aber stimmt das wirklich? Und wenn ja, was hilft dagegen?

Dr. Erwin Häringer, Allgemeinmediziner und Lehrbeauftragter der Universität München, hat die aktuellen Empfehlungen zusammengefasst:

Menschen mit einer verstopften oder laufenden Nase, die Husten oder Halsschmerzen haben, jedoch nicht unter Gelenkschmerzen leiden und nur leicht fiebern, haben eine „banale“, meist durch Rhinoviren bedingte Erkältung, keine Virusgrippe („Influenza“). Sie lässt sich meist gut mit Naturheilmitteln behandeln.

Starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden ohne Husten und Schnupfen deuten auf eine bakteriell bedingte Angina hin. Arztbesuch empfehlenswert.

Für eine „echte“ Virusgrippe sprechen dagegen Symptome wie ein abrupt einsetzendes, hohes Fieber, allgemeines schweres Krankheitsgefühl, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Schüttelfrost. Oft sind die Betroffenen auch licht- und geräuschempfindlich, typisch ist außerdem ein „verrotztes“ und „verschwollenes“ Aussehen. Eine Virusgrippe muss ein Arzt behandeln.

Die Schweinegrippe ist auch eine Virusgrippe. Sie ist mit Beschwerden verbunden, die denen einer saisonalen Grippe ähneln. Beim Verdacht auf Schweinegrippe sollte der Betroffene aber zunächst zu Hause bleiben und seinen Arzt telefonisch konsultieren, um eine weitere Verbreitung der Erkrankung zu unterbinden.
 
Die wichtigste Frage ist aber: Was hilft den Patienten am besten?

Die teuren synthetischen Grippemittel sind nur begrenzt wirksam und wegen ihren Nebenwirkungen umstritten, meint Dr. Häringer. Sie wirken überhaupt nur, wenn sie sehr früh (innerhalb von zwei Tagen nach Ausbruch der Symptome) verabreicht werden. Außerdem sind bereits Resistenzen beobachtet worden.

Sinnvoller ist deshalb, die Beschwerden mit den gleichen Mitteln zu behandeln, die sich bei der Behandlung akuter Atemwegsinfektionen allgemein bewährt haben. Gut dokumentierte pflanzliche Arzneimittel können, das haben wissenschaftliche Studien bestätigt, Beschwerden wie Husten, Schnupfen oder Halsweh wirksam lindern und die Dauer der Krankheit abkürzen.

Besonders bewährt haben sich hier Phytopharmaka mit Extrakten aus Thymian, Primel, Efeu oder Eibischwurzel.




PhytoDoc:
http://www.phytodoc.de/blog/autor/heilpraktiker-andreas-walbrunn/






Wie Sie wissen, basiert ein Teil der ganzheitlichen Medizin auf der Verabreichung von pflanzlichen Arzneien oder Zubereitungen von Heilpflanzen in Tees.
Auf Druck der Pharmaindustrie will die EU Heilpflanzen jetzt aus dem Lebensmittelrecht nehmen und strengen Sanktionen unterwerfen.
Eine Initiative hat eine Petition beim Deutschen Bundestag auf den Weg gebracht, um das zu verhindern. Bitte lesen Sie den Text der Petition, den ich unten kopiert habe.
Den entsprechenden Link auf die Seite des deutschen Bundestages finden Sie unten. Wenn Sie der Meinung sind, dass weiterhin auch mit Heilkräutern behandelt werden kann, wäre es sehr hilfreich, wenn Sie Ihre Meinung vertreten und sich der Petition anschließen.
Dazu ist eine Registrierung auf der Bundestagsseite nötig (Dauer wenige Minuten). Bitte teilen Sie diese Nachricht auch allen Gleichgesinnten mit.
Es eilt! Bis zum 11.11.2010 müssen 50 000 Personen mitgezeichnet haben.

Aus dem Text der Petition:
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, ... dass das Verkaufsverbot von Heilpflanzen in der EU ab dem 1 April 2011 in Deutschland nicht greift. Laut Europäischer Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD) wird der Verkauf und die Anwendung von Naturprodukten stark eingeschränkt.

Begründung:
Es handelt sich um eine Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für traditionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden. Damit werden Naturprodukte zu medizinischen Produkten umdeklariert, die zugelassen werden müssen. In allen EU Länder wird es dann verboten sein, Heilkräuter oder Pflanzen zu verkaufen, die keine Lizenz haben. Naturstoffe, denen man eine Heilwirkung zuschreibt, werden nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als Arznei. Unsere Gesundheit wird dadurch nicht geschützt, sondern es werden die Umsätze und Profite der Großkonzerne gesichert. Wir sollten selber entscheiden, was gut für uns ist und welche Mittel wir nehmen, ob chemische Bomben oder sanfte Naturheilmittel.

Und so gehts: Auf den unten angegebenen Link klicken, sich beim Deutschen Bundestag registrieren lassen. Man bekommt sofort eine Bestätigungsmail mit einem Link, den man ebenfalls anklicken muss, um sein Benutzerkonto zu aktivieren. Dann gelangt man automatisch auf die Seite mit den laufenden Petitionen. Bitte bis 14032 durchklicken und dann auf der Seite "unserer" Petition auf mitzeichnen klicken.


https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14032

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!





Interessante Broschüren zum Download:

Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg:

Umweltrisiko Tabak - Von der Pflanze zur Kippe


Umweltrisiko_Tabak_Band11.pdf



Die Kosten des Rauchens für Gesundheitswesen und Volkswirtschaft in Deutschland


AdWfP_Die_Kosten_des_Rauchens.pdf




Echter Nichtraucherschutz - Eine gute Sache für unsere Gesundheit,
für unsere Umwelt und für die uns nachfolgenden Generationen!


Deshalb geht's bitte alle zum Volksbegehren am Sonntag den 4. Juli.


Für uns und für die Zukunft unserer Kinder!

Für einen echten Nichtraucherschutz, endlich auch in Bayern!
Denn uns stinkt's wirklich schon viel zu lange!


Diese Aktion wird u. a. unterstützt vom Heilpraktikerverband Bayern.

Bitte informieren Sie sich rechtzeitig!

www.nichtraucherschutz-bayern.de




Erdinger Anzeiger Nr. 29, Donnerstag, 5. Februar 2009 (Seite 1):

zum Welt-Krebstag

Vorsorge fängt im Kindesalter an

Die Deutschen leiden zunehmend am eigenen Wohlstand. Immer mehr Kinder sind chronisch übergewichtig, ernähren sich falsch, bewegen sich zu wenig, trinken übermäßig Alkohol und rauchen. Was viele nicht wissen: All das kann spätere Krebserkrankungen begünstigen.

Landkreis - Den gestrigen Welt-Krebstag nutzte Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Erding, um vor den Krebsrisiken zu warnen, die bereits im frühen Kindesalter entstehen können. Sein Fazit: Krebsvorsorge fängt schon bei den ganz kleinen an.

Falsche Ernährung

Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums sind falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und Übergewicht für 30 Prozent aller Krebserkrankungen und in der späteren Folge auch Todesfälle verantwortlich. „Es gibt keinen Zweifel mehr daran, daß eine ausgewogene Kost mit viel Obst und Gemüse, das Vitamine, Schutz- und Ballaststoffe enthält, das Krebsrisiko senkt“, versichert Hierl. Auch in Erding sind übergewichtige Kinder ein Problem. Laut Hierl hat eine Untersuchung im Schuljahr 2005/06 ergeben, daß jedes 14. Kind bei der Einschulung zu dick war, bei 2,2 Prozent wurde sogar Adipositas, krankhafte Fettleibigkeit, diagnostiziert. In diesem Zusammenhang appelliert der Gesundheitsamtleiter an die Eltern: „Sie müssen Vorbild sein!“ Kinder lernten durch Nachahmung. Umso wichtiger sei es, sich selbst gesundheitsbewusst zu ernähren und sich ausreichend zu bewegen.

Nikotin

Im Jahr 2004 - aktuellere Zahlen liegen nicht vor - erkrankten 49 Männer und elf Frauen aus dem Landkreis an Lungenkrebs. „Wir wissen, daß neun von zehn Lungentumoren durch Zigarettenrauch verursacht werden“, berichtet Hierl. Was ihm noch größere Sorgen bereitet, ist die Entwicklung des Rauchverhaltens bei Kindern und Jugendlichen. Er warnt aber auch vor den Gefahren des Passivrauchens. Laut Krebsforschungszentrum ist Tabakrauch der gefährlichste Innenraumschadstoff, der neben Krebs auch Herzinfarkte, Schlaganfälle und Atemwegserkrankungen auslösen kann - auch schon bei Kindern.

Alkohol

„Der Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen“, zitiert Hierl aktuelle Studien, die auch auf den Landkreis zutreffen. Im Jahr 2007 mussten 75 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren im Kreiskrankenhaus wegen Alkoholvergiftung behandelt werden. Hierl hat dabei festgestellt, daß vor allem das Komasaufen längst keine Männersache mehr sei. „Das Geschlechterverhältnis ist in jüngster Vergangenheit weitestgehend ausgeglichen“, so der Behördenleiter. „Diese Entwicklung sehen wir mit Sorge, weil sich Kinder und Jugendliche noch in der Entwicklung befinden und besonders anfällig für gesundheitliche Schädigungen sind.“

Vorsorge

Hierl rät, sich regelmäßig zu bewegen und Sport zu treiben. Obst, Salat und frisches Gemüse sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Fast Food sollte die Ausnahme sein. Als ideale Durstlöscher empfiehlt er Wasser und ungesüßte Tees. Vor Solariumsbesuchen rät Hierl grundsätzlich ab. Auch sollte man sich der Sonne nur gut eingecremt und nicht zu lange aussetzen. Zu den Tabus gehören für den Amtsarzt in erster Linie Alkohol und Tabak.
Um Krankheiten rechtzeitig zu erkennen, sollten Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrgenommen werden. Nicht zuletzt empfiehlt er die üblichen Impfungen. Geschlechtsverkehr sollte nie ungeschützt stattfinden, es sei denn, die Partner haben sich zuvor zum Beispiel auf HIV/Aids testen lassen.




Arzt und Heilpraktiker - Der Patient in der Zwickmühle?

Die Betriebskrankenkasse von Siemens SBK rät ihren Mitgliedern, dem behandelnden Therapeuten, ob Arzt oder Heilpraktiker, von einer parallel eingeholten Meinung zu berichten.

Viele Patienten besuchen gleichzeitig einen Arzt und einen Heilpraktiker, haben aber Scheu dem einen vom anderen zu berichten.

Dies kann Folgen für den Heilungserfolg haben, denn schulmedizinische und naturheilkundliche Therapien könnten sich unter Umständen sogar gegenseitig behindern.

In Volkes Meinung sind sich Ärzte und Heilpraktiker immer noch nicht "grün", da möchte man sich lieber nicht in die Nesseln setzen und verschweigt den Besuch auf der „Gegenseite“.

Nach Meinung der SBK wird aber längst nicht mehr so heißblütig gestritten wie früher und die Entscheidung des Patienten sich neben einer schulmedizinischen Therapie auch naturheilkundlich behandeln zu lassen, wird in der Regel respektiert.

Quelle: BDH


Aktuelles Gerichtsurteil zur Höhe der Erstattung von Heilpraktikerrechnungen durch Beihilfe-Versicherungen:

Urteil Beihilfe.pdf



Hinweis von den Rettungsdiensten:


Die Retter und Ambulanzfahrer haben bemerkt, daß beim Straßenunfall die meisten Verwundeten ein Mobil-Telefon bei sich haben. Bei dem Einsatz weiß man aber nicht, wer aus diesen langen Kontaktlisten zu kontaktieren ist.

Ambulanzfahrer haben also vorgeschlagen, daß jeder in seine Kontaktlisten die im Notfall zu kontaktierende Person unter demselben Pseudo eingibt: Das international anerkannte Pseudo ist : ICE (= In Case of Emergency). Unter diesem Namen sollte man die Person eintragen, welche im Notfall durch die Polizei angerufen werden soll. Sind mehrere Personen zu kontaktieren, braucht man ICE1, ICE2, usw. Z.B.: Name: ICE1 Tim, Tel.: 49 172/0000000.

Die +49 ist für die Vorwahl für Deutschland, wenn man aus dem Ausland anruft. Leicht, kostet nichts, kann aber viel bringen.


Zur Gesundheitsreform:


Erdinger Anzeiger vom Fr. 02.05.2008 (Titelseite):

Hausärzte unter zu großem Druck

Weltweit größte Verlaufsstudie zeigt: Deutsche Patienten werden oft nicht richtig behandelt

München - Wegen des enormen zeitlichen und finanziellen Drucks erhalten viele schwerkranke Patienten beim Hausarzt offenbar nicht die richtige Behandlung. Das ist ein Ergebnis der neuen Detect-Studie, der weltweit größten Verlaufsstudie mit 55 000 Patienten aus 3000 Hausarztpraxen.
   Die auf fünf Jahre angelegte Studie untersuchte, welche Erkrankungen die Hausarzt-Patienten in Deutschland haben und beobachtete deren Verlauf. Dabei zeigte sich: Sehr viele Patienten, die zum Hausarzt kommen, sind über 60 Jahre und haben oft drei bis vier schwere Erkrankungen. Mehr als ein Drittel hat Bluthochdruck. Ebenfalls etwa ein Drittel ist stark übergewichtig und hat eine Fettstoffwechselstörung. Etwa jeder Sechste ist zuckerkrank, jeder Siebte leidet an Depression.
   Die Behandlung beurteilten die Studien-Macher als ungenügend: Nur jeder zweite Bluthochdruck-Patient bekommt die richtigen Mittel. Bei Patienten mit Diabetes liegt der Blutzuckerspiegel im Schnitt deutlich zu hoch. Die Folge: Bereits ein Jahr nach der Diagnose steigt die Zahl der Patienten mit typischen Folgeschäden, zum Beispiel an den Gefäßen und Nerven, deutlich.
   "Wir wollen keineswegs die Hausärzte an den Pranger stellen", sagte Prof. Hans-Ulrich Wittchen von der Technischen Universität Dresden. Im Schnitt habe ein Hausarzt für einen Patienten drei Minuten Zeit, im Monat erhält er von den gesetzlichen Krankenkassen für jeden Patienten etwa 15 Euro. "Unter diesen Bedingungen machen die Ärzte sehr gute Arbeit", sagte Wittchen.
   Die Studie untersuchte auch den Zusammenhang verschiedener Erkrankungen. Demnach bekommen depressive Menschen eher eine Herzkrankheit. Diese Erkenntnis müsse Konsequenzen für die Behandlung haben.



Erdinger Anzeiger vom Fr. 02.05.2008 (Seite 2):

Kommentar:

Hausärzte unter Druck
Reform macht kränker

Früher war Arzt einer der angesehensten Berufe. Doch die jüngste Zeit hat uns Bilder gezeigt, die vor nicht allzu langer Zeit mit diesem Berufsstand unvereinbar schienen: Ärzte, die wütend auf die Straße gehen. Mediziner, die aus Protest ihre Praxen zusperren. Ursache sind die Reformen der Gesundheitspolitik.

Budgets und Bürokratie rauben den Ärzten immer mehr Zeit und die Freiheit bei der Behandlung. Wenige Minuten pro Patient, wenige Euro pro Monat - bereits bei einer banalen Grippe kann das üble Folgen haben. Bei schweren Krankheiten kann es tödlich sein. Wie sich jetzt zeigt, ist aber gerade der schwerkranke Patient mit einem komplexen Krankheitsbild der Alltag des Hausarztes.

Doch um eine Depression zu erkennen, um einem übergewichtigen Diabetiker die Folgen seiner schlechten Lebensweise klarzumachen, ist vor allem eines wichtig: das Gespräch. Es ist das Zentrum jeder medizinischen Behandlung, die vor allem eines im Blick haben muß: den ganzen Menschen. Die moderne Schulmedizin läuft ohnehin Gefahr, ihn immer mehr zu verlieren - und muß sich daher zu Recht die Kritik alternativer Heiler gefallen lassen.

Die Gesundheitsreform hat diesen Trend noch verstärkt. Eine Therapie hat unser Gesundheitssystem dringend nötig - darüber gibt es keine Diskussion. Doch erweist sich die Politik als schlechter Arzt. Sie macht ihren Patienten immer kränker.



Gen-Kartoffel und Gen-Mais Anbau in Deutschland


Der Anbau der genmanipulierten Amflora-Kartoffel ist von der EU Kommission erlaubt worden.

Dem Anbau der von BASF entwickelten Gen-Kartoffeln steht nun nichts mehr im Wege.
Sie soll zwar ausschließlich in der Stärkeindustrie Verwendung finden, die Reststoffe dürfen allerdings als Futtermittel weiterverwendet werden!

Die Amflora-Kartoffel enthält nur eine Stärkeart, womit das bisher aufwändige Trennen zweier Stärkearten entfällt und die Produktionskosten gesenkt werden können.

Problematisch wurde die Antibiotikaresistenz der Kartoffel bewertet, weshalb sich deren Zulassung auch in die Länge zog.
Ein Gutachten der Europäischen Behörden für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zerstreute jedoch jegliche Zweifel.
Negative Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt durch sogenannte Markergene seien "unwahrscheinlich".

Antibiotikaresistenz-Marker werden bei der Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen gebraucht, um neu aufgenommene Gene kenntlich zu machen. Der Einsatz dieser Technik ist rückläufig, nur noch wenige gentechnisch veränderte Freilandpflanzen enthalten dieses Markergen.

Auch dem Import und der Verarbeitung drei neuer Gen-Maissorten der Firma Monsanto wurde stattgegeben. Diese enthalten ebenfalls Antibiotikaresistenz-Marker.

Erfreulich ist, dass die EU-Kommission den Mitgliedstaaten mehr Freiheiten bei der nationalen Umsetzung solcher Beschlüsse zukommen lassen möchte. (Hoffen wir, daß diese dann auch im Sinne der Bevölkerung umgesetzt werden!)
In Deutschland soll 2010 die Kartoffel auf 20 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern zur Saatgutgewinnung angebaut werden.


Übrigens: Unser Landkreis-Bundestagsabgeordneter MdB Dr. agr. Max Lehmer, CSU, der lange Zeit bei der Gentechnik-Firma BASF angestellt war, hat am 2.12.2008 in einer Pressemitteilung sein eindeutiges Bekenntniss für die Gentechnik in der Landwirtschaft bekräftigt! Pressemitteilung Beratertagung

Das bedeutet, mit dieser Regierung ist auch weiterhin nicht an ein gesundes und Gentechnik-freies Land Bayern zu denken!


Quelle: Bund Deutscher Heilpraktiker BDH, TransGen, EFSA, naturkost.de, agrar.basf.de, wikipedia





Aktuelle Daten


2.02.2010

Schweinegrippe: Länder zahlen 8,33 Euro für jede nicht verwendete Impfdosis

dpa
Berlin – Die Mitglieder der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut seien bei ihrer Impfempfehlung für die Neue Influenza A nicht durch finanzielle Zuwendungen aus der Pharmaindustrie beeinflusst worden. 

Das erklärte die Bundesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (Drucksachen-Nummer 17/328). „Mitglieder der STIKO, bei denen die Besorgnis der Befangenheit aufgrund von teilweise durch Impfstoffhersteller finanzierte Vorhaben zur Neuen Influenza A bestand, haben an der Impfempfehlung gegen die Neue Influenza A nicht mitgewirkt“, heißt es in dem Dokument.


Auch lägen keine Erkenntnisse über eine mögliche Beeinflussung der WHO-Entscheidung durch die Pharmaindustrie vor, die zu einer Anhebung der Pandemie-Warnstufe von 5 auf 6 im Juni 2009 geführt hätte.
Insgesamt müssen die Bundesländer für jede nicht verwendete Impfdose 8,33 Euro an den Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) bezahlen. Der Betrag setzt sich aus einem Euro für das Antigen, sechs Euro für das Adjuvans und 1,33 Euro für die Mehrwertsteuer zusammen. 

Die ursprünglich bestellte Menge von 50 Millionen Dosen wurde bei einem Gespräch zwischen einzelnen Bundesländern und GSK auf 34 Millionen Dosen reduziert. GSK erhalte somit einen Kaufpreis von 283,22 Millionen Euro. 

Zugleich machte die Regierung deutlich, dass der Bund der Forderung der Länder nicht nachkommen werde, das wirtschaftliche Risiko in Bezug auf nicht genutzte Impfdosen zu tragen. „Die Sicherstellung einer ausreichenden Verfügbarkeit von Impfstoff in einer Influenza-Pandemie ist eine Aufgabe der Länder“, heißt es in der Antwort. 

Für die Erfüllung ihrer Aufgaben trügen die Länder die entstehenden Ausgaben und damit auch das wirtschaftliche Risiko, dass nicht sämtliche Dosen verimpft und über die Krankenversicherungen refinanziert würden.

 Die Bundesregierung wies darauf hin, dass die Länder wegen eines befürchteten möglichen Lieferausfalls mit zwei Herstellern Lieferverträge abgeschlossen haben: GSK und Novartis. Da sich die Bevölkerung nur zurückhaltend habe impfen lassen, habe der Vertrag mit Novartis jedoch nicht ausgelöst werden müssen. 

Nach Auskunft der Bundesregierung liegen Anfragen von Staaten sowie von privaten Vermittlern und Großhändlern vor, die die Impfkontingente der Länder aufkaufen wollen. Zurzeit würden die Anfragen vom Land Niedersachsen, das zurzeit den Vorsitz in der Gesundheitsministerkonferenz innehat, auf ihre Belastbarkeit geprüft.
© fos/aerzteblatt.de


28.01.2010

Bericht zu Nebenwirkungen der H1N1-Impfung veröffentlicht

Langen – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat im Internet den siebten Bericht zu Nebenwirkungen und Komplikationen nach der Impfung mit den Schweinegrippe-Impfstoffen Pandemrix und Celvapan veröffentlicht.
Demnach verzeichnete das PEI in den Kalenderwochen 44 bis 53 des vergangenen Jahres bei 1.377 Personen Verdachtsfälle von unerwünschten Reaktionen nach der Impfung mit Pandemrix und fünf Fälle nach der Impfung mit Celvapan. 522 der Verdachtsfälle (37,8 Prozent) waren dabei schwerwiegend. 

Häufigste Nebenwirkungen waren laut PEI Fieber (302), Schmerz an der Impfstelle (283), Kopfschmerz (282), Schüttelfrost (143), Übelkeit (141), Ermüdung (108), Schwindelgefühl (112), Kreislaufkollaps und Synkope (103) Arthralgie (81) und Parästhesie (73). „Aufgrund der derzeit vorliegenden Daten ergibt sich aber kein Hinweis auf eine geänderte Nutzen-Risiko-Abwägung für Pandemrix“, erklärt das PEI. © hil/aerzteblatt.de


8.01.2010

Pharma-Kritiker: Zuviel Impfstoff wegen unfähiger Behörden

Berlin – Der Herausgeber des Informationsdienstes „Arznei-Telegramm“, Wolfgang Becker-Brüser, sieht die Ursache für die Bestellung von zu viel Impfstoff gegen die Schweinegrippe in der Unfähigkeit der Gesundheitsbehörden. „Der Vertragsabschluss war einfach unprofessionell“, sagte der Pharmazeut und Arzt der „Berliner Zeitung“ vom Freitag. „Da hat man sich viel zu sehr an der Vogelgrippe orientiert.“
Dass gegen die Schweinegrippe – anders als gegen die Vogelgrippe – nur eine statt zwei Impfungen nötig ist, sei für Fachleute keineswegs überraschend gewesen. „Man hätte den Vertrag auf jeden Fall flexibler gestalten müssen“, sagte Becker-Brüser der Zeitung. Auch die Verhandlungen mit der Herstellerfirma GlaxoSmithKline über verringerte Abnahmemengen hätten „noch im Dezember“ aufgenommen werden müssen.
Als Konsequenz aus den Fehlern forderte Becker-Brüser: „Derartige Großbestellungen bei der Pharmaindustrie müssen künftig transparent und mit öffentlicher Beteiligung erfolgen – begleitet von öffentlichen Anhörungen. Und es muss offen über Nutzen und Schaden gesprochen werden. Sonst fühlen sich die Menschen verschaukelt“, sagte er der Zeitung. © ddp/aerzteblatt.de


7.01.2010

Debatte über Schweinegrippe-Impfung erreicht Europarat

Straßburg – Die Kontroverse um die Impfungen gegen Schweinegrippe erreicht nun auch den Europarat. Wie ein Sprecher am Donnerstag bestätigte, wollen Mitglieder der Parlamentarierversammlung Ende Januar Vertreter der Weltgesundheitsbehörde (WHO) und der Pharma-Industrie anhören. Der Unterausschuss Gesundheit hat außerdem eine Dringlichkeitsdebatte zu dem Thema beantragt. Ziel sei es, eine Untersuchung zu den Hintergründen der von Deutschland und anderen Ländern beschlossenen Massenimpfungen zu erreichen, sagte der Vorsitzende des Unterausschusses, der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wodarg, am Donnerstag.

Wodarg bekräftigte seine Überzeugung, dass Pharmakonzerne gezielt Wissenschaftler und die WHO beeinflusst haben, damit diese vor einer Pandemie warnten. Dies habe dazu geführt, dass viele Staaten Unsummen für überflüssige und zudem potenziell gefährliche, weil ungenügend getestete Impfungen ausgaben. Den Pharmaunternehmen habe die angebliche Pandemie einen „Jackpot“ beschert.

 Wodarg wirft der WHO zudem vor, nach dem Ausbruch der Vogelgrippe ihre Kriterien für die Ausrufung einer Pandemie geändert zu haben. Ausschlaggebend sei nun nicht mehr die Gefährlichkeit einer Erkrankung, sondern nur die Geschwindigkeit, mit der sich ein Virus ausbreitet. Dadurch sei Panik vor der Schweinegrippe geschürt worden, obwohl diese „erheblich harmloser ist als alle Grippewellen der Vorjahre“. Sie habe bisher „nicht einmal ein Zehntel“ der bei saisonalen Grippen üblichen Todesfälle verursacht. 

Der SPD-Politiker möchte erreichen, daß die Parlamentarier-Versammlung einen Berichterstatter mit der Untersuchung beauftragt. Dieser könnte auch der Frage nachgehen, ob die Pharma-Industrie die WHO finanziell unterstützt. 

Ob eine Dringlichkeitsdebatte auf die Tagesordnung gesetzt wird, entscheidet das Plenum zum Auftakt der fünftägigen Winter-Sitzung am 25. Januar. Die Anhörung im Ausschuß ist dagegen bereits beschlossen. Sie soll am 28. Januar stattfinden – vermutlich aber unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Darauf bestehe die WHO, sagte Wodarg. 

Deutschland, Frankreich und andere Länder haben weit mehr Impfdosen bestellt, als sie tatsächlich benötigen. Sie versuchen nun, Bestellungen zu stornieren oder Impfstoffe an andere Länder zu verkaufen. © afp/aerzteblatt.de


14.12.2009

Deutschlandweit sind die akuten respiratorischen Erkrankungn weiterhin gesunken.
Einheitlich liegen sie jetzt im moderat erhöhtem Bereich.
Insgesamt sind 192.348 Krankheitsfälle und 94 Todesfälle gemeldet.
Der Unterschied zwischen der Influenza A/H1N1 und der saisonalen (üblichen) Grippe liegt in der betroffenen Altersgruppe.
Die höchste Inzidenz liegt in der Altersgruppe zwischen 5 und 19 Jahren.
Das RKI sowie das PEI halten eine einmalige Impfung, vor allem bei Kindern für ausreichend.
© bdh-online.de


14.12.2009

Arzneiexperte: „Politik hat sich über den Tisch ziehen lassen“

Hannover – Der Arzneiexperte Wolfgang Becker-Brüser wirft der Politik schwere Versäumnisse bei den Verhandlungen mit der Pharmaindustrie über den Impfstoff gegen die Schweinegrippe vor. „Die Politik hat Geheimverträge mit der Industrie abgeschlossen - ohne öffentliche Kontrolle und ohne unabhängige Experten hinzuzuziehen“, sagte Becker-Brüser der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“ vom Samstag.
„Beispielsweise war es ein Fehler, automatisch davon auszugehen, dass eine zweimalige Impfung mit Pandemrix erforderlich sei. Eine der Folgen ist nun, dass zu viel Impfstoff vorhanden ist, also zu viel Geld ausgegeben worden ist“, sagte der Herausgeber des unabhängigen „Arznei-Telegramm“. Bei der Kalkulation des Impfstoffes seien weitere Fehler gemacht worden. „Die Politik hat sich preislich über den Tisch ziehen lassen.
In den Verträgen über Pandemrix wurde akzeptiert, dass die Wirkverstärker den Impfstoff um 75 Prozent verteuern. Dabei sind Wirkverstärker bei der Impfung gegen Schweinegrippe schlichtweg überflüssig“, sagte der Experte. Becker-Brüser moniert auch das Fehlen von „Ausstiegsmöglichkeiten“ aus dem Liefervertrag „für den Fall, dass die Pandemie anders abläuft als befürchtet und nicht so viel Impfstoff benötigt wird“.
Die Schweinegrippe sei für die Pharmaindustrie ein gutes Geschäft, erklärt der Arzneiexperte. „GlaxoSmithKline setzt in Deutschland 500 Millionen Euro zusätzlich um. Weltweit dürfte allein diese Firma drei bis vier Milliarden Euro Mehrumsatz machen. Das zeigt, welche wirtschaftliche Potenz die Schweinegrippe hat“, sagte Becker-Brüser. © ddp/aerzteblatt.de


11.12.2009

Neue Zahlen: H1N1 schwächer als erwartet

London/Boston – Die Letalität der Neuen Influenza A/H1N1v ist weitaus geringer als angenommen. Die britische Health Protection Agency beziffert sie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009;339:b5213) mit 0,026 Prozent. US-Forscher hatten sie Anfang der Woche in PLoS Medicine (2009; 6: e1000207) mit 0,048 Prozent angegeben. Damit liegt das Risiko, an einer Infektion mit H1N1 zu sterben, grob vereinfacht, zwischen 1 zu 2000 und 1 zu 4000.

Die Neue Influenza ist damit weniger gefährlich als die saisonale Grippe, deren Letalität mit 0,2 Prozent angegeben wird. An der gefürchteten spanischen Grippe starben 2 bis 3 Prozent der Erkrankten, sofern man den früheren Statistiken aus den Jahren 1917/18 vertrauen darf.

Diese geringe Letalität steht übrigens nicht im Widerspruch zu den Zahlen zu den Verstorbenen, welche die Centers for Disease Control and Prevention Mitte der Woche verkündete. Danach sind in den USA bereits 10.000 Menschen an der Neuen Influenza gestorben. Bezogen auf die etwa 50 Millionen Menschen, die sich in den USA infiziert haben, ergäbe diese eine Letalität von 0,02 Prozent. 

In den USA dürfte angesichts dieser Zahlen, die für Mitte November gelten, die Impfung, zu spät gekommen sein. Viele waren damals bereits „wildtyp“-geimpft, was vielen wegen des milden Verlaufs wohl unbemerkt blieb.

Für andere könnte die Impfung weiter lebensrettend sein, warnte Sir Liam Donaldson der Chief Medical Officer in England. Aus der Auswertung von 138 Todesfällen im BMJ geht hervor, dass zwei Drittel der Gestorbenen die Kriterien für eine Impfung erfüllt hätten. Auch seien ein Drittel (38 Prozent) der Todesfälle in Nicht-Hochrisikogruppen aufgetreten.

Während die Gefahr bei Menschen über 65 Jahren sich anzustecken sehr gering war, sei das Sterberisiko im Fall einer Erkrankung höher als in anderen Altersgruppen. Viele ältere Menschen verfügen offenbar noch über einen Immunschutz aus früheren Grippewellen, der bei einem geschwächten Abwehrsystem aber einen tödlichen Verlauf nicht verhindert. © rme/aerzteblatt.de


7.12.2009

Nur 15 Prozent der Ärzte gegen Schweinegrippe geimpft

Berlin – Sechs Wochen nach Beginn der Schweinegrippeimpfung in Deutschland ist die Impfbereitschaft in der Bevölkerung und beim medizinischen Personal gering. Laut Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) haben sich 15 Prozent der Ärzteschaft und schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung gegen die Neue Grippe impfen lassen.
Wie der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann, sagte, wurden bislang fünf bis sechs Millionen Dosen verimpft. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin zufolge wurden bisher rund 190.000 Schweinegrippe-Infizierte in Deutschland gemeldet. 86 Menschen seien gestorben. Etwa 85 Prozent der Toten wiesen Vorerkrankungen auf, sagte RKI-Präsident Jörg Hacker.
Rösler riet erneut zum Impfen. Auch wenn der Scheitelpunkt der aktuellen Welle offenbar überschritten sei, dürfe die Gefahr der Krankheit nicht verharmlost werden, sagte Rösler am Montag nach dem zweiten Impfgipfel mit Vertretern der Krankenkassen und der Ärzteschaft in Berlin.
Der Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, Christoph Fuchs, kritisierte die fehlende Impfbereitschaft beim medizinischen Personal. Dies gefährde nicht nur die Ärzte selbst, sondern auch die Patienten, sagte er. Es gebe eine „überraschend hohes Maß an Unsicherheit nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch beim medizinischen und Pflegepersonal.“ Er räumte in diesem Zusammenhang „ernsthafte Kommunikationsprobleme“ vor Beginn der Impfung ein. Carl-Heinz Müller, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), warnte vor einer zweiten Ansteckungswelle im Januar. Die KBV fordert deshalb alle Bürger auf, sich – falls noch nicht geschehen – impfen zu lassen. Das gleiche gilt auch für die Ärztinnen und Ärzte in den Praxen. „Sie und ihr medizinisches Fachpersonal sollten sich ebenfalls impfen lassen.“
In Süddeutschland gehe die Zahl der Infektionsfälle zurück, jedoch im Osten, beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, würden steigende Fallzahlen gemeldet, fügte Hacker hinzu. Zudem könne es im Frühjahr eine weitere Welle der Neuen Grippe geben. Hartmann sagte: „Bisher hat es durch das Impfen keinen einzigen Todesfall in Deutschland gegeben.“ Obwohl die Grippe wesentlich harmloser verlaufe als befürchtet, empfiehlt er eine Impfung auch bei Kindern ab dem sechsten Monat.
© ddp/aerzteblatt.de


7.12.2009

RKI-Chef: Noch keine Entwarnung bei Schweinegrippe

Bielefeld – Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Jörg Hacker, sieht noch keinen Grund zur Entwarnung bei der sogenannten Schweinegrippe. Zwar sei der Scheitelpunkt der jetzigen Welle erreicht worden, sagte Hacker am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. In Süddeutschland gehe die Zahl der Infektionsfälle zurück, jedoch im Osten, beispielsweise in Mecklenburg Vorpommern, würden steigende Fallzahlen gemeldet. Zudem könne es im Frühjahr eine weitere Welle der Neuen Grippe geben. Deshalb riet der RKI-Chef erneut zur Impfung. In Deutschland haben sich nach einem Zeitungsbericht erst rund sechs Prozent der Bürger gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Daher soll ein Teil der von den Bundesländern bestellten 50 Millionen Dosen des Impfstoffes Pandemrix an bedürftige Staaten verschenkt werden, berichtet das Bielefelder „Westfalen-Blatt“ vom Montag weiter. Es sei durchaus sinnvoll, im Rahmen der Entwicklungshilfe überzähligen Impfstoff abzugeben, sagte der Staatssekretär im thüringischen Gesundheitsministerium, Hartmut Schubert, der Zeitung. Eine entsprechende Anfrage aus Afghanistan liege bereits vor.
Da die Impfbereitschaft der Bürger gering sei und nur eine Impfung gegen die Neue Grippe pro Person ausreiche, dürften die Bundesländer nicht auf den Kosten der überzähligen Impfdosen hängenbleiben, sagte Schubert. Auch der Bund müsse sich an den Impfkosten beteiligen. Würden überzählige Impfdosen anderen Staaten überlassen, könne dies nur von der Bundesregierung geregelt werden. Werde ein Teil der bestellten Impfdosen ins Ausland geliefert, müssten die Länder zudem aus der Haftung für mögliche Impfschäden entlassen werden, forderte Schubert.
Auch der Verkauf von Pandemrix sei möglich. Derzeit gebe es Überlegungen, die Pandemrix-Produktion des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline aus der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr der Ukraine zu überlassen, sagte Schubert. Es handele sich um zwei Millionen Impfdosen. Auch andere osteuropäische Staaten wie Moldawien hätten bei der Regierung bereits Impfstoff angefragt.
Bis Ende November wurden den Angaben zufolge 9,6 Millionen Impfdosen geliefert. Davon wurden lediglich 4 bis 5,8 Millionen Dosen verbraucht. Bis Ende Dezember sollen 20 Millionen Impfdosen geliefert werden. Erst Ende März soll die komplette Lieferung der 50 Millionen Dosen erfolgt sein.
Die Gesamtkosten für eine Impfung werden mit 28 Euro veranschlagt. Für eine Dosis Impfstoff werden hiervon neun Euro gezahlt. Die Kosten teilen sich Krankenkassen und Länder. Die Kassen rechnen mit einem Anteil von 600 Millionen Euro.
© ddp/aerzteblatt.de


4.12.2009

Bislang etwa die Hälfte der Schweinegrippe-Impfdosen aufgebraucht

Berlin – Von den bis Ende November bestellten Dosen für die Impfung gegen die sogenannte Schweinegrippe ist bislang etwa die Hälfte aufgebraucht worden. Nach Schätzungen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) wurden zwischen 4 und 5,8 Millionen der 9 Millionen georderten Dosen verimpft, wie die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, am Freitag in Berlin sagte. Insgesamt sollen bis Anfang kommenden Jahres 50 Millionen Dosen geliefert werden. Ob und wie viele Impfdosen davon übrig bleiben werden, sei derzeit nicht abschätzbar, sagte Widmann-Mauz. Zur derzeitigen Impfbereitschaft in der Bevölkerung sagte Infektionsschutzexperte Lars Schaade, dass die Nachfrage der Ärzte nach dem Impfstoff vor allem im Nordwesten Deutschlands rückläufig sei. „Um eine weitere Welle zu vermeiden, brauchen wir eine gewisse Grundimmunisierung der Bevölkerung“, sagte er. Diese sei nach dem jetzigen Stand „wohl noch nicht gegeben“.
Widmann-Mauz lieferte zudem aktuelle Zahlen zu Infektions- und Todesfällen durch das H1N1-Virus. Demnach gibt es bislang rund 182 000 gemeldete Erkrankungen und 77 Tote. Der Anteil der Todesfälle ist Widmann-Mauz zufolge etwas niedriger als bei der saisonalen Grippe.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte am Donnerstag der gesamten Bevölkerung eine Impfung nahegelegt. Bislang war sie vor allem Medizinpersonal, chronisch Kranken und Schwangeren empfohlen worden. Laut Widmann-Mauz ist für Kinder ab zehn Jahren und für Erwachsene eine Impfdosis ausreichend, für kleinere Kinder genüge eine halbe Dosis. © ddp/aerzteblatt.de


4.12.2009

H1N1-Impfung bei Kindern: Fieber nach zweiter Pandemrix-Dosis

London – Bei Kindern unter 3 Jahren löst die zweite Dosis des Impfstoffes Pandemrix® häufig eine Fieberreaktion aus. Die europäische Arzneimittelagentur EMEA sieht jedoch keinen Anlass von der zweiten Impfung abzuraten.
Die Warnung der EMEA basiert auf den Angaben zu 51 Kindern im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren, die an einer laufenden Studie des Herstellers teilnehmen und ihre zweite vorgesehene Impfstoffdosis erhalten hatten. Dabei muss es bei vielen Kinder zu einem Anstieg der axillar gemessenen Temperatur auf 38°C oder höher gekommen sein.
Ein Entwurf der überarbeiteten Fachinformation gibt die Häufigkeit mit 43,1 Prozent an gegenüber 5,9 Prozent nach der ersten Dosis. Ein Fieber von axillar 39°C oder höher entwickelten 3,9 Prozent der Kinder (kein Kind nach der ersten Impfung). Schmerzen, Rötungen, Schwellungen, Schläfrigkeit, Reizbarkeit und Appetitverlust traten nach der zweiten Impfdosis ebenfalls häufiger auf als nach der ersten. Fieberkrämpfe sollen als neue Komplikation in die Fachinformation aufgenommen werden.
Die EMEA rät aber weiterhin zu einer zweiten Dosis, da die Immunogenität dadurch gesteigert werden könne, wie die Studie ebenfalls gezeigt habe.
Aus dem Entwurf der Fachinformation geht allerdings hervor, dass es in dieser Altersgruppe nach der ersten Impfung bei 80,6 Prozent der Impflinge zu einem vierfachen Anstieg der neutralisierenden Antikörper kam: 66,7 Prozent in der Altersgruppe 6 bis 11 Monate; 91,7 Prozent in der Altersgruppe 12 bis 23 Monate und 83,3 Prozent in der Altersgruppe 24 bis 35 Monate. © rme/aerzteblatt.de


3.12.2009

Ständige Impfkommission weitet Impfempfehlung aus

Berlin – Nicht nur Medizinpersonal und chronisch Kranke, sondern auch gesunde Kinder und Erwachsene sollen sich nun gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Das empfahl die Ständige Impfkommission (STIKO) am Donnerstag in Berlin.
Das Expertengremium erweiterte damit nochmals seine Impfempfehlungen von Anfang Oktober. Die Impfkommission begründete die Entscheidung mit der weiter andauernden Schweinegrippe Welle. Es sei davon auszugehen, „dass nach Erreichen des Scheitelpunkts einer Welle in der Regel mindestens noch einmal so viele Fälle auftreten“ wie davor, hieß es. Deshalb sei die Impfung nach wie vor wichtig.
Anfang Oktober war die Impfung zunächst für Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere empfohlen worden. Nun sollen stufenweise auch alle anderen Gruppen geimpft werden, zunächst Menschen, die Kontakt zu ungeimpften Risikopersonen haben. Dazu zählen Eltern von Kindern unter sechs Monaten, die nicht geimpft werden können, oder Menschen mit Kontakt zu ungeimpften chronisch Kranken. Ferner wird die Impfung auch für Kinder und junge Erwachsene ab sechs Monaten bis 24 Jahre ohne Grundkrankheit, für die Gruppe der 25- bis 59-Jährigen und abschließend für über 60-Jährige empfohlen. Bei allen reicht demnach eine einmalige Impfung aus.
In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Impfstoffe, die von den Herstellern wochenweise in die Bundesländer geliefert werden, sollen laut Stiko aber auch weiterhin vorrangig Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere geimpft werden. Bei rund drei Viertel der in Deutschland registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe lag demnach eine Grundkrankheit vor. Aktuelle Daten bestätigen laut STIKO aber auch ein erhöhtes Risiko von jungen Kindern und von Jugendlichen, sowohl an der Schweinegrippe zu erkranken als auch schwere Krankheitsverläufe zu entwickeln. Bis Ende vergangener Woche starben in Deutschland 61 Menschen an der Schweinegrippe.
In Rheinland-Pfalz wurde das Schweinegrippe-Virus H1N1 unterdessen erstmals bei einem Hausschwein nachgewiesen. Dies ist offenbar der erste Fall in Deutschland. Vermutlich sei das Schwein von einem erkrankten Menschen angesteckt worden, teilte das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz in Mainz mit. Es bestehe aber „kein Grund zur Aufregung“. Um die Weiterverbreitung des Virus in andere Betriebe zu verhindern, wurde der betroffene Betrieb vorübergehend gesperrt. Es bestehe keinerlei Gefahr beim Verzehr von Schweinefleisch, betonte das Ministerium. Zuvor waren auch schon in einigen anderen Ländern der Welt Infektionen von Schweinen und Truthähnen durch infizierte Menschen nachgewiesen worden. © afp/aerzteblatt.de


2.12.2009

Zahl der Schweinegrippe-Infektionen sinkt
 
Jörg Hacker /dpaBerlin/Bielefeld – Die Zahl der gemeldeten Infektionen mit dem H1N1-Virus in Deutschland ist seit Mitte November stark gesunken. Angesichts eines Rückganges von 33.000 auf 23.000 Fälle innerhalb der vergangenen zwei Wochen sprach der Direktor des Robert Koch-Instituts (RKI), Jörg Hacker, am Mittwoch bei einer Sitzung des Gesundheitssausschusses davon, dass möglicherweise ein Scheitelpunkt erreicht sei. Johannes Löwer, bis vor kurzem Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), gab zu bedenken, dass es durchaus zu einer weiteren Welle kommen könne.

Bereits am Wochenende hatte es Meldungen gegeben, wonach die Schweinegrippewelle langsam abebbt. Dabei wurde auf Zahlen aus Bayern verwiesen. Dort ist die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen, die als ein Indikator gilt, rückläufig. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gebe es indes noch eine Zunahme an Fällen, sagte Hacker während der Sitzung in Berlin.

Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) befürchtet eine neue Schweinegrippewelle und rief – auch angesichts der aktuell noch bestehenden Ansteckungsgefahr – alle werdenden Mütter zur Impfung auf. Nach Ansicht des Sprechers der AG Impfen des BVF, Michael Wojcinski, ist eine Immunisierung nicht nur für Schwangere mit Übergewicht oder chronischen Krankheiten, sondern auch für gesunde Schwangere empfehlenswert.

Jenen Frauen, die sich impfen lassen wollen, empfahl der Bielefelder Gynäkologe, nicht erst auf den speziellen Impfstoff ohne Adjuvanzien zu warten, sondern sich mit Pandemrix impfen zu lassen. „Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts gibt es derzeit keine Hinweise aus Studien am Tiermodell beziehungsweise am Menschen für eine schädigende Wirkung des Adjuvans auf das Ungeborene“, erklärte er.

Die rund 150.000 Dosen mit dem speziellen Schwangeren-Impfstoff werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums „in Kürze“ zur Verfügung stehen. Ursprünglich sollten sie Ende November ausgeliefert werden.

Bezüglich der rückläufigen Infektionsfälle sagte Wojcinski: „Nach der Lockerung der Meldepflicht werden nicht mehr alle Verdachtsfälle gemeldet, deswegen sinken die Zahlen natürlich.“ Nachgelassen hat auch die Nachfrage nach Impfungen. Versorgungsprobleme gibt es demzufolge kaum mehr. Wojcinski sagte dazu: „Wir haben in unserer Praxis Impfstoff übrig, weil nicht alle, denen eine Impfung empfohlen wurde, zum Impfen kamen.“

Ex-PEI-Chef Löwer zufolge wurden bislang „grob geschätzt“ zwei Millionen Deutsche gegen die Schweinegrippe geimpft. Nebenwirkungen seien in 660 Fällen gemeldet worden.

Insgesamt seien seit dem ersten Auftauchen der Schweinegrippe in Deutschland rund 172.000 Infektionsfälle gemeldet worden, sagte Hacker. An der Krankheit gestorben sind mit Stand Dienstagnachmittag 66 Menschen. Die meisten der Opfer hatten Vorerkrankungen. © ddp/aerzteblatt.de


2.12.2009

Die Akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE) sind weiterhin auf dem Vormarsch -
Deutschlandweit liegen die AREen nun im stark erhöhten Bereich

In Bayern scheint der Gipfel überschritten zu sein

Berichte über eine Abnahme der Aktivität, sind in Zusammenhang mit der geänderten Meldepflicht zu sehen- es besteht keine mehr Meldepflicht bei Verdacht!

Wenn in einer Probe Influenzaviren nachgewiesen werden, sind es stets H1N1-Viren

Insgesamt wurden bisher 132.965 Influenza A /H1N1 Fälle gemeldet

Die meisten Fälle sind weiterhin in der Gruppe der 0-14-Jährigen zu finden

Es liegen bisher keine Resistenzmutationen gegen die bekannten Virustatika vor
Bei den beiden Virusmutationen aus Frankreich handelt es sich wohl um Einzelfälle, es wird nicht von einer Weitergabe ausgegangen

Dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurden 61 Todesfälle aufgrund einer Influenza A /H1N1 Infektion übermittelt (Stand 27.11.09) - In 3 Fällen mit unbekannten Vorerkrankungen - In 8 Fällen ohne Vorerkrankungen

Personen mit Risikofaktoren aus allen Altersgruppen sind gefährdet

Dem PEI wurden 10 Todesfälle gemeldet, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung standen - In zwei Fällen stehen die Obduktionsergebnisse noch aus, bei den übrigen Fällen lag die Todesursache in der Grunderkrankung.
©
bdh-online.de


25.11.2009

Wird in einer Senitnelprobe ein Influenzavirus nachgewiesen handelt es sich ausschließlich um ein Influenza A/H1N1 Virus

Die Inzidenz liegt bei 32 Fälle pro 100.000 Einwohner

Schulkinder sind am stärksten betroffen: 150 Fälle pro 100.000 Kinder

Mutationen in Norwegen sind Einzelfälle
Diese Mutation des Virus ist bekannt, wurde schon Ende April erstmals nachgewiesen und trat seither immer mal wieder auf
Es gibt auch keinen Beleg, dass diese Mutation zu schwereren oder tödlichen Verläufen führt

In einem Hospital in Großbritannien ist eine Tamiflu resistente Virusmutation aufgetreten, die in Zusammenhang mit den besonders vulnerablen Infizierten gesehen werden muss
Das Virus ist aber noch empfänglich gegen Zanamivir

Nach grober Schätzung des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI) sind zwischen 1-1,5 Millionen Impfdosen verspritzt worden

Bei 197 Personen gab es unerwünschte Nebenwirkungen, dies ist vergleichbar mit den Zahlen bei der saisonalen Grippeimpfung

Prozentual häufiger sind allerdings die erwarteten Nebenwirkungen im Bereich Lokal- und Allgemeinreaktion

Die Nebenwirkungen in den neurologisch/kardiovasculären Bereichen sind vom PEI als schwerwiegend bezeichnet worden.
Es handelt sich um 17 Fälle

Die Nebenwirkungen bei Kindern waren ausschließlich im Bereich Lokal-und Allgemeinreaktion zu finden
                                      
Die beiden Todesfälle, ein 2-jähriges Kind und eine 92-jährige Frau, werden noch untersucht.
© bdh-online.de


23.11.2009

Schweinegrippe: GSK haftet nicht, der Staat fast immer - laut "Geheimvertrag"


Na jetzt wissen wir endlich, weshalb die Gesundheitsminister so lahm auf Lieferengpässe von Pandemix reagierten und weshalb das Bundesgesundheitsministerium sich um die Haftungsfragen herumdrückte. Und wir erkennen nun auch, dass die Gesundheitsminister nicht allein wegen der Pandemie so nachrücklich für die Impfung warben, sondern auch deshalb, weil sie das volle finanzielle Risiko tragen, wenn die bestellte Menge nicht abgenommen wird.
Der Geheimvertrag, den Bund und Länder mit GlaxoSmithKline (GSK) geschlossen haben, wurde nämlich "Bild" und "Handelsblatt" zugespielt (zufällig kurz nachdem der bayerische Gesundheitsminister Söder am 17. November in der "Münchner Runde" des Bayerischen Fernsehens die Haftungsklausel bestätigt hatte).
Der Vertrag lässt dem Unternehmen nahezu alle Freiheiten bei der Lieferung und er befreit GSK nahezu gänzlich von der Haftung für Gesundheitsschäden. Lediglich für Nebenwirkungen, die bis zur Zulassung bekannt waren, haftet die Firma. Angesichts der geringen Probandenzahlen vor Zulassung könnte sich das dicke Ende somit erst spät zeigen; GSK wäre dennoch aus dem Schneider.
Die Gefährdungshaftung nach § 84 AMG läßt sich zwar nicht beseitigen, doch die Länder stellen GSK frei von Schadensersatzansprüchen Dritter, Verlusten oder finanziellen Aufwendungen, die aus Ansprüchen oder Klagen entstehen. Kein Risiko auch für die Abnahme der Dosen. Wenn nicht genug geimpft wird, bleiben die Länder auf dem Impfstoff sitzen; sie zahlen in jedem Fall 7 Euro + MwSt pro Dosis (allein 6 Euro entfallen auf das umstrittene Adjuvans).
Interessant übrigens, dass der Vertrag bereits Ende 2007 geschlossen wurde, der gleichfalls geheime Vertrag von Baxter mit dem französischen EPRUS bereits im August 2006. Offenbar also eine von langer Hand vorbereitete Aktion. Das Gerücht, die Schweinegrippenvereinbarungen könnten quasi ein Ausgleich für die Vogelgrippenmalaise - die Impfstoffe blieben mangels Nachfrage beim Produzenten liegen - gewesen sein, muss nicht stimmen. Klingt aber irgendwie logisch. Jedenfalls hat GSK seine Lektion gelernt. © aerzteblatt.de/blog


10.11.2009

Bei zwei von 16 Todesfällen in Deutschland lagen keine bekannten Vorerkrankungen vor.
Die Verstorbenen waren 5 und 63 Jahre alt

In einer Saison mit gewöhnlicher Influenzaaktivität werden 5000-8000 Todesfälle registriert.       
Diese können bei einer außergewöhnlich heftigen Influenzaaktivität wie 2002/2003 auf über 20.000 ansteigen

Bei influenzatypischen Krankheitszeichen soll früh behandelt werden und nur bei Verschlechterung unter der Behandlung, bei untypischen Beschwerden, bei Geimpften oder bei älteren Menschen sollte ein Labornachweis erfolgen.
© bdh-online.de


Quellen: Ärzteblatt, RKI, PEI, BDH


 
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